Immaterielles Kulturerbe der Ukraine: Vortrag mit Motanka-Workshop

Larisa Shevchuk gibt einen Einblick in die Vielfalt des immateriellen Kulturerbes der Ukraine. Im Anschluss kann eine eigene Motanka gebastelt werden.

Datum:

18.05.2026

Uhrzeit:

17:00 bis 19:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Zentralbibliothek

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Im ersten Teil der Veranstaltung gibt Larisa Shevchuk einen Überblick zu ukrainischen Traditionen. Es werden Beispiele vorgestellt wie z.B. traditionelle Stickereien, ihre Rolle bei Festen, auf Trachten und im Alltagsleben sowie deren Geschichte, Bedeutung und Materialien. Dabei geht sie besonders auf das traditionelle „ostslawische“ Stickmuster Vyshyvanka ein, das sich auf vielen Blusen und Hemden findet sowie die Motanka, eine traditionelle ukrainische Schutzpuppe.

Im anschließenden Workshop können die Teilnehmenden unter Anleitung von Larisa Shevchuk eine eigene Motanka basteln. Gegen eine Spende für das Material kann die Puppe mit nach Hause genommen werden. 

Die Motanka wird von Hand ohne Nadel hergestellt, indem Stoff und Fäden gewickelt werden. Sie gilt als Symbol für Schutz des Hauses, Wohlstand und die Verbindung zwischen den Generationen. Das Gesicht der Motanka wird nicht dargestellt – stattdessen wird ein Kreuz aus Fäden gelegt, als Zeichen von Harmonie und Gleichgewicht.Die ukrainische Stickerei ist nicht nur Dekoration, sondern eine symbolische Sprache. Ornamente, Farben und Muster vermitteln Informationen über die Person, ihre Wurzeln sowie Wünsche nach Gesundheit, Schutz und Wohlstand.

Gemeinsam spiegeln Motanka und Stickerei den ukrainischen kulturellen Code wider – eine tiefe Verbindung zur Natur, zur Familie und zu Traditionen. Diese Bräuche werden von Generation zu Generation weitergegeben und bewahren die Identität und innere Stärke des Volkes.

Eine Veranstaltung des Hamonia e.V. im Rahmen der Europawoche.