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"Bruchlinien der Demokratie" - Lesereihe

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21 Okt, 2021 19:29 — 21 Okt, 2021 21:00    Breiter Weg 109 Magdeburg Deutschland
Zusammenfassung
Lesereihe in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt
Details

"Bruchlinien der Demokratie“:
Neue Veranstaltungsreihe zu aktuellen Herausforderungen der Gesellschaft

 
Eine Lese- und Gesprächsreihe der Landeszentrale für politische Bildung mit der Stadtbibliothek Magdeburg wendet sich den „Bruchlinien der Demokratie“ zu und will polarisierende Themen aufgreifen.
Es gibt viele Gründe, über Bruchlinien der Demokratie nachzudenken und zu sprechen: Vertrauensverluste in die Institutionen und das politische Personal der Demokratie, soziale Schieflagen, eine im Zuge der Digitalisierung mehr und mehr polarisierende Kommunikation, ein erstarkter völkischer Nationalismus in der Mitte der Gesellschaft, das Anwachsen extremistischer Milieus und eine Renaissance des rechten Terrors, entgrenzter Protest von bürgerlich bis rechts außen gegen die derzeitige Corona-Politik.
Dazu kommt eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung. Einer Studie der Universität Münster zufolge stehen sich auch in Deutschland zwei Lager unversöhnlich gegenüber. In den beiden Blöcken gibt es demnach komplett entgegengesetzte Einstellungen zu nationaler Zugehörigkeit, Demokratie und Vertrauen in die Politik. Experten sehen diese Spaltung mit Sorge. Müssen wir uns deshalb um die Demokratie Gedanken machen? Und wo liegen heute die Herausforderungen in unserer Gesellschaft?
Diesen Fragen will sich die neue Lesereihe „Bruchlinien der Demokratie“ zuwenden, die die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt (LpB) gemeinsam mit der Stadtbibliothek Magdeburg ausrichtet. „An ausgewählten Themen möchten wir die aktuellen Herausforderungen für die Demokratie aufgreifen und mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen“, sagte LpB-Direktor Maik Reichel. Das beginne mit den Diskussionen um die eingeschränkten Grundrechte in der Corona-Pandemie und reiche über den Umgang mit dem Hass im Internet bis zu den Gefährdungen durch den erstarkten Rechtspopulismus oder eine überbordende Identitätspolitik. „Damit wenden wir uns den Themen zu, die heute eine Bewährungsprobe für das demokratische Zusammenleben darstellen“, so Reichel.
Für die Stadtbibliothek sei es eine Auszeichnung, dieses Projekt gemeinsam mit der Landeszentrale zu realisieren, erklärte ihre Leiterin Dr. Cornelia Poenicke. „Wir sind seit mehreren Jahren ein Forum für öffentliche Diskussionen und greifen wichtige Gegenwartsthemen auf. Dies setzen wir nun durch die bewährte Kooperation mit der Landeszentrale in einer thematisch breiten und prominent besetzten Lesereihe fort."
Für die Landeshauptstadt erklärte Regina-Dolores Stieler-Hinz, die Veranstaltungsreihe zeige quantitativ und qualitativ, dass die Stadtbibliothek als Kultur- und Bildungsstätte Raum für den Diskurs über relevante Themen biete und Zivilgesellschaft befördere. „Demokratie muss immer wieder aufs Neue ver- und ausgehandelt werden“, unterstrich die Kulturbeigeordnete.
Das Veranstaltungsformat bietet dazu Gesprächsmöglichkeiten mit einer Reihe prominenter Autoren – vom stellvertretenden Chefredakteur Politik der „Welt“, Robin Alexander, bis zur Politikerin Sahra Wagenknecht. Als weitere Referenten und Gesprächspartner der elfteiligen Reihe werden u.a. die Rechtsextremismus-Experten Matthias Quent und Andreas Speit, der Schriftsteller Christoph Hein und die Autorin Ines Geipel sowie der Historiker Sönke Neitzel erwartet.

Zu Gast sind:
09.09. Robin Alexander: „Machtverfall“
29.09. Bernd Stegemann: „Die Öffentlichkeit und ihre Feinde“
04.10. Olaf Sundermeyer: „Gauland. Die Rache des alten Mannes“
05.10. Christoph Hein: „Guldenberg“ in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt
12.10. Ines Geipel: „Generation Mauer“
21.10. Matthias Quent: „Deutschland rechts außen“
03.11. Sönke Neitzel: „Deutsche Krieger“
16.11. Andreas Speit: „Verqueres Denken“
23.11. Jeremias Thiel: „Kein Pausenbrot, keine Kindheit, keine Chance“
29.11. Eva Berendsen: „Trigger-Warnung"

Anmeldungen unter Email: webteam@stadtbibliothek.magdeburg.de oder Tel. 0391 5404884.

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